Antisemitismus und die AfD
Buchvorstellung
Die im akademischen und kulturellen Bereich äußerst einflussreichen Postcolonial Studies werden von dem Gedanken geleitet, dass sich koloniale Spuren im Wissenssystem und in den sozialen Strukturen von Gesellschaften auch nach dem Ende der formalen Kolonialherrschaft finden. Am Beispiel prominenter Vertreterinnen und Vertreter dieses Diskurses zeigen Meera Nanda und Monika Albrecht in ihren Beiträgen, dass dabei theoretische und politische Probleme auftauchen: das Versäumnis einer kontrastiven Analyse, das zur Etablierung einer okzidentalistischen Denkschablone führt; die Abkehr von rationalen, der Wahrheit verpflichteten Methoden der Geschichtsschreibung; die mit rechten Ideologien kompatible Idee eines epistemischen Ethnorelativismus; das Bündnisangebot an antiwestliche und autoritäre Regime.
Die Veranstaltung stellt mit Meera Nandas „Lohn der Unvernunft. Die konservative Revolution der postkolonialen Linken“ und Monika Albrechts „Provinzialisierung der Theorie. Das postkoloniale Wissensregime und seine Denkverbote“ zwei aktuelle Beiträge zur Kritik der postkolonialen Studien vor.
Dr. Christoph Hesse, Film- und Literaturwissenschaftler, ist Mitarbeiter des Berliner Leibniz-Zentrums für Literatur- und Kulturforschung (ZfL) und Privatdozent an der HU Berlin, außerdem als Übersetzer aus dem Englischen und Französischen tätig. Gemeinsam mit Hermann Haarmann und Lukas Laier gibt er im Wallstein Verlag die Werke des Schriftstellers Hermann Borchardt heraus. Zurzeit bereitet er ein Forschungsprojekt zur Entstehung von Claude Lanzmanns Film 'Shoah' vor.
Dr. Ingo Elbe ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Privatdozent am Institut für Philosophie der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Letzte Publikationen u.a.: Postcolonialism, Antisemitism, and Israel: The ‘Progressive’ Attack on the Jewish State and Holocaust Memory. In: I. Ritzer (Hg.): On the Critique of Identity. Stuttgart 2024. „By Any Means Necessary” - Authoritarianism and the Potential for Violence in Anti-Zionist Postcolonial Discourse. In: Israel Journal of Foreign Affairs, July 2025. „Postmoderner Wahn in Historyland“. Die Rückkehr der Götter in Dipesh Chakrabartys postkolonialer Theorie. In: Aufklärung und Kritik. 1/2026. Aktuelles Buch: Antisemitismus und postkoloniale Theorie. Der „progressive“ Angriff auf Israel, Judentum und Holocausterinnerung. 3. Aufl. Berlin 2025. Online-Texte unter: https://uol.de/philosophie/pd-dr-ingo-elbe/publikationen
Dr. Monika Albrecht, apl. Professorin an der Universität Vechta in den Kulturwissenschaften und der Soziologie. Davor lehrte sie Germanistik und Komparatistik in Großbritannien, Irland und den USA. Publikationen zum Thema u.a.: Postcolonial Studies und Critical Post-Colonial Studies. In: J. Nesselhauf/F. Weber (Hg.): Handbuch Kulturwissenschaftliche ‚Studies‘. Berlin 2024; Erinnerungspolitische Transformationen und koloniale Gewalt. Aus der Perspektive von Critical Post-Colonial Studies. In: A. Dunker/M. Hofmann/S. Yowa (Hg.): Postkoloniale Germanistik und Konflikte im globalen Kontext. Berlin 2023. Aktuelles Projekt ist ein Handbuch „Postkoloniales Denken in der Kritik“ bei de Gruyter.
Buchvorstellung
Geschichte und Gegenwart des Judenhasses
Bildungsurlaub
Podiumsgespräch
– Antisemitismuskritik nach dem 7. Oktober
Podiumsdiskussion
Buchvorstellung
Philosophische Modelle transzendierender Bildung bei Fichte, Hegel, Adorno und Heydorn
Buchvorstellung
Homosexuellenhass in der AfD und die Irrtümer ihrer identitätspolitischen Kritiker
Vortrag
Arabisch-palästinensische Kooperation mit dem Zionismus 1917-1948
Buchvorstellung
Arabisch-palästinensische Kooperation mit dem Zionismus 1917-1948
Buchvorstellung
(1870 – 1950)
Buchvorstellung
90 Jahre Spanischer Bürgerkrieg
Vortrag
Buchvorstellung zu den Publikationen von Monika Albrecht und Meera Nanda
Buchvorstellung
Der „progressive“ Angriff auf Israel, Judentum und Holocausterinnerung
Buchvorstellung
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