Erinnern an den 7. Oktober
Podiumsgespräch
Blickt man auf das Verhältnis der Linken zum jüdischen Nationalstaatsprojekt, fällt auf, dass sich der „progressive“ Antizionismus vom späten 19. Jahrhundert bis heute wiederholt durch einen Umschlag (und mitunter auch eine Gleichzeitigkeit) von antipartikularistischen und antiuniversalistischen Denkfiguren auszeichnet. In seinem Vortrag zum „Zionismus im (Zerr)spiegel ‚progressiver‘ Theoriebildung“ erörtert Christoph David Piorkowski die ideengeschichtlichen Kontinuitäten und Brüche des linken Antizionismus, zeigt die divergierenden und teils gegensätzlich scheinenden Begründungsmuster einer Ablehnung jüdischer Eigenstaatlichkeit durch verschiedene „progressive“ Theorieformationen auf und klopft die Paradigmen linker Israelfeindschaft auf ihre antijudaistischen und antisemitischen Gehalte ab.
Christoph David Piorkowski, M.A., geboren und aufgewachsen in Berlin, studierte Philosophie, Europäische Ethnologie und Religionswissenschaft in Marburg und Berlin. Nach Tätigkeiten als freier Redenschreiber arbeitet er seit 2013 als freier Journalist und Autor. Aktuell ist er vor allem für den Tagesspiegel tätig. Weitere Arbeitgeber sind/waren Deutschlandfunk, Blätter für deutsche und internationale Politik, taz, Süddeutsche Zeitung, Philosophie-Magazin, Das Parlament, die Stadtmagazine Tip und Zitty, die Einstein- und die Max-Weber-Stiftung. Er schreibt vor allem über Philosophie und Geisteswissenschaften, Gesellschaft, politisches Zeitgeschehen, Filme und Literatur. Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Themenfelder NS- und Holocaustforschung, Antisemitismus, Rassismus, Rechtspopulismus und Demokratiekrise. 2021 und 2022 war er jeweils für den Georg-von-Holtzbrinck-Preis für Wissenschaftsjournalismus nominiert. 2022 war er Visiting Journalist beim Demokratieforschungscluster „Contestations of the Liberal Script (SCRIPTS)“. Er tritt auf Podien auf und moderiert politische, gesellschaftliche und wissenschaftliche Debatten. Zudem ist er als Dozent für Politische Philosophie mit dem Schwerpunkt Migrationsethik und als Redakteur für Projekte im Bereich der Politischen Bildung tätig. Er lebt und arbeitet meistens in Berlin.
Die Veranstaltung ist Teil der Reihe Das Gerücht über den Judenstaat. Zu Zionismus und Antizionismus
Podiumsgespräch
Vernetzung
Spaziergang auf den Spuren des zionistischen Neukölln
Führung
Buchvorstellung
Buchvorstellung
Hochschulen im deutschsprachigen Raumseit dem 7. Oktober – Zeugnisse von Betroffene
Buchvorstellung
Buchvorstellung
Anleitung zur Abgrenzung
Buchvorstellung
Philosophische Modelle transzendierender Bildung bei Fichte, Hegel, Adorno und Heydorn
Buchvorstellung
Vortrag
Homosexuellenhass in der AfD und die Irrtümer ihrer identitätspolitischen Kritiker
Vortrag
Manichäismus, Autoritarismus und Antisemitismus in roten Gruppen
Vortrag
Der „progressive“ Angriff auf Israel, Judentum und Holocausterinnerung
Buchvorstellung
Arabisch-palästinensische Kooperation mit dem Zionismus 1917-1948
Buchvorstellung
Arabisch-palästinensische Kooperation mit dem Zionismus 1917-1948
Buchvorstellung
Der Zionismus im (Zerr)spiegel "progressiver" Theoriebildung
Vortrag
90 Jahre Spanischer Bürgerkrieg
Vortrag
Buchvorstellung zu den Publikationen von Monika Albrecht und Meera Nanda
Buchvorstellung
Vortrag
Die Veranstaltung ist Teil der Reihe Das Gerücht über den Judenstaat. Zu Zionismus und Antizionismus
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