Erinnern an den 7. Oktober
Podiumsgespräch
Wenn etwas aus dem antizionistischen Selbstbild ausgeschlossen bleibt, dann das Eigeninteresse. Überall auf der Welt gehen Millionen in Worten oder Taten gegen „Zionisten“ vor, aber niemand – weder diesseits noch jenseits des Feuerrings – tut es für sich selbst.
Dass schon der Antisemitismus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nicht über die realen Vorteile zur erklären war, die er seinen Verfechtern brachte, sondern über die psychische Gratifikation, die sie aus ihm schöpften, ist innerhalb der Psychoanalyse wie der kritischen Theorie schon seit den 1930ern bekannt. Der Vortrag setzt hier an und versucht, ältere Deutungsversuche im Licht der aktuellen Lage zuzuspitzen. Gezeigt werden soll, dass nicht bloß die psychische Gratifikation anstelle des realen Nutzens tritt, sondern das Absehen vom Eigeninteresse die gesuchte psychische Gratifikation gerade ausmacht. Was sich im aktuellen Antizionismus im Vollbild zeigt und in seiner Entwicklung bis in die Frühzeit des modernen Antisemitismus zurückverfolgt werden kann, ist neben dessen äußerer Zwecklosigkeit auch dessen innere Interesselosigkeit.
Dr. phil. Gottfried Schnödl studierte Germanistik, Geschichte und Philosophie in Wien und Sevilla. Er arbeitete an der Germanistik der West-Universität Timisoara, am Institut für Philosophie der Universität Wien, sowie am Institut für Kultur und Ästhetik digitaler Medien (ICAM) der Leuphana Universität Lüneburg. Seit 2024 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter des Lehrstuhls für Geschichte, Theorie und Ästhetik materialer Kulturen an der Bauhaus Universität Weimar.
Die Veranstaltung ist Teil der Reihe Das Gerücht über den Judenstaat. Zu Zionismus und Antizionismus
Podiumsgespräch
Vernetzung
Spaziergang auf den Spuren des zionistischen Neukölln
Führung
Buchvorstellung
Buchvorstellung
Hochschulen im deutschsprachigen Raumseit dem 7. Oktober – Zeugnisse von Betroffene
Buchvorstellung
Buchvorstellung
Anleitung zur Abgrenzung
Buchvorstellung
Philosophische Modelle transzendierender Bildung bei Fichte, Hegel, Adorno und Heydorn
Buchvorstellung
Vortrag
Homosexuellenhass in der AfD und die Irrtümer ihrer identitätspolitischen Kritiker
Vortrag
Manichäismus, Autoritarismus und Antisemitismus in roten Gruppen
Vortrag
Der „progressive“ Angriff auf Israel, Judentum und Holocausterinnerung
Buchvorstellung
Arabisch-palästinensische Kooperation mit dem Zionismus 1917-1948
Buchvorstellung
Arabisch-palästinensische Kooperation mit dem Zionismus 1917-1948
Buchvorstellung
Der Zionismus im (Zerr)spiegel "progressiver" Theoriebildung
Vortrag
90 Jahre Spanischer Bürgerkrieg
Vortrag
Buchvorstellung zu den Publikationen von Monika Albrecht und Meera Nanda
Buchvorstellung
Vortrag
Die Veranstaltung ist Teil der Reihe Das Gerücht über den Judenstaat. Zu Zionismus und Antizionismus
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