Zur anachronistischen Wiederkehr des Antiimperialismus?
Manichäismus, Autoritarismus und Antisemitismus in roten Gruppen
Vortrag
Wer von Moral redet, gerät schnell in den Verdacht, als Sittenwächter oder Sonntagsprediger zu gelten. Schränken moralische Gebote unser Leben nicht unnötig ein? Wieso sollte man überhaupt moralisch handeln in einer ziemlich unmoralisch eingerichteten Welt, in der es doch vor allem um die Durchsetzung von Interessen geht? Ethisch korrektes Handeln muss man sich schließlich leisten können. Läuft der um moralisches Handeln bemühte Mensch nicht Gefahr, unter die Räder zu geraten, wenn er sich an die herrschenden Sachzwänge, die unseren Beruf und Alltag bestimmen, nicht anpasst? Oder ist es sogar umgekehrt gerade moralisch, bloß seine eigenen Interessen zu verfolgen?
Das fünftägige Seminar will problemorientiert diese Fragen erörtern, indem zunächst eine Einführung in philosophische Perspektiven auf das gute Leben gegeben wird. Welches Prinzip des moralischen Handelns entwickelt z.B. der Utilitarismus (Ethik des Nutzens) im Unterschied zur Moralphilosophie Immanuel Kants (Pflichtethik), die beide im Geiste der Aufklärung stehen? Und welche Argumente führen berühmte Kritiker der Moral (Nietzsche, Arendt, Freud, Marx) an, die den Anspruch auf Moralität mit den gesellschaftlichen Verhältnisse in der Moderne konfrontieren? Es soll also auch erarbeitet werden, wie sich die Frage der Moral unter historisch sich verändernden Bedingungen entwickelt.
Neben gemeinsamer Textlektüre von Originalausschnitten aus philosophischen Schriften sollen ausdrücklich auch anwendungsorientierte Bezüge zu gegenwärtigen ethischen und gesellschaftspolitischen Debatten hergestellt werden.
Das Wochenseminar ist als Bildungszeit/Bildungsurlaub anerkennungsfähig. Für die Unterbringung im Tagungshaus und die Verpflegung fällt ein Kostenbeitrag an. Anmeldefrist: 30.04.2027.
Michael Heidemann studierte Philosophie und Politikwissenschaft in Münster und Oldenburg, arbeitet derzeit als freiberuflicher Bildungsreferent und Lehrbeauftragter. Er ist Mitarbeiter im Peter-Bulthaup-Archiv und Mitglied der Gesellschaft für kritische Bildung. Noch stets ist er auf der Suche nach einem Mäzen, in dessen Gunst er seinen Beschäftigungen nachgehen kann.
Manichäismus, Autoritarismus und Antisemitismus in roten Gruppen
Vortrag
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Eine qualitative Inhaltsanalyse antisemitischer und verzerrender Darstellungen
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Arabisch-palästinensische Kooperation mit dem Zionismus 1917-1948
Buchvorstellung
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Der Zionismus im (Zerr)spiegel "progressiver" Theoriebildung
Vortrag
Perspektiven antisemitismuskritischer Parteien- und Parteiensystemforschung
Vortrag
90 Jahre Spanischer Bürgerkrieg
Vortrag
Antisemitismus und epistemischer Ethnorelativismus.
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Vortrag
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Vortrag
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Buchvorstellung
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