Antizionismus für Niemanden
Zur (Eigen-)Interesselosigkeit der Proxys
Vortrag
Positivismus und Pragmatismus haben die Sozial-, Kultur- und Geisteswissenschaften weitgehend auf wertungsneutrale Beschreibungen gesellschaftlicher Teilbereiche sowie deren methodologische Reflexion reduziert. Selbst die Ethik ist zu einer Methode der Abwägung von Abwägungsmethoden vermeintlich objektiver Handlungsparameter gemacht worden. Der Vortrag setzt die These dagegen, dass gesellschaftlich relevantes Handeln grundsätzlich dadurch normativ ist, dass es Zwecken folgt, die nicht objektiven, sondern subjektiven Ursprungs sind: Sie sind gesellschaftlich gesetzt. Zudem steht gesellschaftliches Handeln in Wechselwirkung mit dem Handeln anderer und funktionalisiert oder reguliert dieses allein dadurch, dass es da ist. Deshalb kann es nur als das, was es ist, verstanden werden, wenn es zugleich normativ beurteilt wird. Um es begründet zu beurteilen, muss es theoretisch, das heißt in allgemeingültiger Weise, erklärt werden können. Theoretisch erklärt werden kann es nur, wenn die Zusammenhänge zwischen einzelnen Handlungen und Handlungsbereichen theoretisch rekonstruiert werden. Für diese Rekonstruktion sind die Zwecke relevant, die dem gesellschaftlichen Handeln regulierend zu Grunde liegen. Grundlegend für das gesellschaftliche Leben, das sich in alle möglichen Teilbereiche differenziert, sind diejenigen Zwecke, die das Überleben der Menschen betreffen. Von deren gelungener Organisation hängt die Möglichkeit ab, andere, mehr oder weniger freie, Zwecke zu verfolgen und weitere Teilbereiche des Handelns zu erschließen. Deshalb ist die gesellschaftliche Organisation der materiellen Reproduktion, d. h. der Produktion der Lebensbedingungen, der zentrale Gegenstand von Gesellschaftstheorie, die beansprucht, ihre Gegenstände zu erklären und zu beurteilen, also jeder Theorie, die als Theorie auftreten kann. Demgegenüber lassen sich formelle Strukturbeschreibungen als Ideologie ausweisen.
Einige Elemente dieser Problematik sollen in dem Vortrag dargestellt werden.
Michael Städtler ist Nachwuchsgruppenleiter im Projekt „Kohärenz in der Lehrerbildung“ an der Bergischen Universität Wuppertal und außerplanmäßiger Professor für Philosophie an der Westfälischen Wilhelms Universität Münster. Seine Arbeitsgebiete sind Geschichte der Philosophie, Rechts- und Sozialphilosophie, Metaphysik und Erkenntnistheorie sowie die kritische Theorie.
Die Veranstaltung ist Teil der Reihe Ringvorlesung Kritische Theorie 22/23
Zur (Eigen-)Interesselosigkeit der Proxys
Vortrag
Podiumsgespräch
– Antisemitismuskritik nach dem 7. Oktober
Podiumsdiskussion
Spaziergang auf den Spuren des zionistischen Neukölln
Führung
Buchvorstellung
Buchvorstellung
Hochschulen im deutschsprachigen Raumseit dem 7. Oktober – Zeugnisse von Betroffene
Buchvorstellung
Buchvorstellung
Anleitung zur Abgrenzung
Buchvorstellung
Philosophische Modelle transzendierender Bildung bei Fichte, Hegel, Adorno und Heydorn
Buchvorstellung
Vortrag
Homosexuellenhass in der AfD und die Irrtümer ihrer identitätspolitischen Kritiker
Vortrag
Manichäismus, Autoritarismus und Antisemitismus in roten Gruppen
Vortrag
Arabisch-palästinensische Kooperation mit dem Zionismus 1917-1948
Buchvorstellung
Arabisch-palästinensische Kooperation mit dem Zionismus 1917-1948
Buchvorstellung
Der Zionismus im (Zerr)spiegel "progressiver" Theoriebildung
Vortrag
(1870 – 1950)
Buchvorstellung
90 Jahre Spanischer Bürgerkrieg
Vortrag
Buchvorstellung zu den Publikationen von Monika Albrecht und Meera Nanda
Buchvorstellung
Die Veranstaltung ist Teil der Reihe Ringvorlesung Kritische Theorie 22/23
Mitglied werden: vorstand@kritischebildung.de