Zwischen Dämonisierung und Dekolonialisierung
Zur Genealogie von Antisemitismus in postkolonialen Theorien
Vortrag
Als ab 1942 die ersten Nachrichten über die Vernichtung der europäischen Juden im Exil eintrafen, entstand eine Ahnung von den qualitativen Dimensionen der Tat. Bereits mit dem Beginn des Kalten Krieges verschwand diese zaghafte Erkenntnis jedoch. Noch bevor das Verbrechen überhaupt einen Namen hatte, geriet es wieder aus dem öffentlichen Blick. Zwar war die Erinnerung an den Holocaust in den folgenden Jahrzehnten nicht luftdicht abgeschlossen. Sie verschaffte sich gelegentlich offen, viel häufiger jedoch in verborgener Form Geltung: sei es im Zusammenhang mit der spätstalinistischen Kampagne gegen „Kosmopolitismus und Zionismus“, der atomaren Aufrüstung oder der Dekolonisierung. Streng genommen, bewegte sich die Erinnerung an den Massenmord allerdings erst mit einer Verzögerung von etwa dreißig Jahren aus den Vororten der Erinnerung an den Nationalsozialismus in ihr Zentrum. Im Rahmen des Vortrags soll den Ursachen dieser verzögerten Wahrnehmung nachgegangen werden; zugleich wird nach den historischen Bedingungen der Möglichkeit von Erkenntnis über den Holocaust gefragt.
Die Veranstaltung ist Teil der Reihe Erinnern als höchste Form des Vergessens?
Zur Genealogie von Antisemitismus in postkolonialen Theorien
Vortrag
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Vortrag
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Vortrag
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Vortrag
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