Zwischen Dämonisierung und Dekolonialisierung
Zur Genealogie von Antisemitismus in postkolonialen Theorien
Vortrag
Der Vortrag rekonstruiert zentrale Elemente der Studien Löwenthals Forschungen zu faschistischer Agitation im 20. Jahrhundert und diskutiert, inwieweit seine Einsichten in die gesellschaftlichen Ursprünge des Autoritarismus und die politisch-psychologischen Dynamiken, Instrumente und Attraktivität autoritärer Agitation Anknüpfungspunkte für heutige Forschungen sowie eine kritische Theorie des autoritären Populismus bieten. Argumentiert wird, dass trotz der Grenzen historischen Transfers seine Arbeiten als Quellen zum Verständnis der aktuellen antiliberalen, autoritär-nationalistischen populistischen Revolte ‘von unten’ und ‚von oben’ dienen können. Deren Anziehungskraft hat sich im Kontext der restrukturierten Öffentlichkeit einer postfaktischen Demokratie und im Zeitalter eines entfesselten neo- und postliberalen globalen Kapitalismus verstärkt. Das Potenzial autoritärer Regression hat sich dabei auch in liberal verfassten Demokratien wiederbelebt und erneuert. Ein Kernstück von Löwenthals Analyse bildet die gesellschaftliche Malaise und die Verarbeitung von Krisen, welche autoritäre Agitation in nostalgischen Nationalismus, kulturell-moralische Überlegenheit und projektive Feindbilder—insbesondere den Hass auf Andere, Flüchtlinge, (globale) Eliten sowie in verschwörungsmythischen Antisemitismus—in einer „feindlichen Welt“ übersetzt.
Lars Rensmann ist Professor für Politikwissenschaft mit dem SchwerpunktVergleichende Regierungslehre an der Universität Passau. Er istAutor zahlreicher Publikationen aus dem Bereich der Antisemitismusforschung, u. a. »The Politics of Unreason« (2017).
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Vortrag
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Vortrag
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Vortrag
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Vortrag
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