Was ist Antisemitismus? +++ FÄLLT AUS +++
Geschichte und Gegenwart des Judenhasses
Bildungsurlaub
In den letzten Jahrzehnten haben die enormen Fortschritte in der Erforschung des menschlichen Gehirns ein Menschenbild gezeichnet, das dem der Aufklärung diametral widerspricht. Über die Erkenntnisse der naturgesetzlichen Funktionen unseres Gehirns werden die Existenz eines freien Willens, die Möglichkeit der Emanzipation und Selbstbestimmung und die moralische Schuldfähigkeit des Menschen in Frage gestellt. Damit gerät die Hirnforschung nicht nur in Widerspruch zu fundamentalen Grundsätzen demokratischer Gesellschaft, sondern stellt auch die Freiheit und Möglichkeit von Wissenschaft in Zweifel. Zugleich werden mit dem Präfix „Neuro-“ geisteswissenschaftliche Disziplinen wie Pädagogik, Psychologie, Linguistik etc. um verhaltensbiologische Erklärungsmuster erweitert. Der Erfolg der Neurowissenschaften zeigt sich auch in diversen populärwissenschaftlichen Veröffentlichungen, die über Beziehungsprobleme, Geschlechtsidentität, Lernschwierigkeiten bis hin zu Religiösität, Konsumverhalten und Kriminalität gesellschaftliche Phänomene über die neuronale Gehirnstruktur begründen wollen. Neurobiologische Erklärungsmodelle haben offenbar auch für ein Laienpublikum eine große Attraktivität. Dieser Vortrag will die Widersprüche im Bild des ‚homo neurobiologicus‘ aufzeigen und zugleich untersuchen, worin dessen hohe Attraktivität besteht. Dabei verfolgt er die These, dass moderne Subjekte durch gesellschaftliche Entfremdungsprozesse tatsächlich derart in ihrer Subjektivität, in ihren Entscheidungen und Willensäußerungen formiert sind, als ob ein heteronomer Naturprozess sie bestimmte.
Christine Zunke lehrt Philosophie an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und leitet dort die Forschungsstelle Kritische Naturphilosophie. Schwerpunkt ihrer Forschungsarbeit ist die Reflexion der gesellschaftlichen Funktion und Bedeutung der Naturwissenschaften. 2023 erschien im transcript-Verlag ihr Buch „Dialektik des Lebendigen – Kritik der organischen Teleologie“.
Die Veranstaltung ist Teil der Reihe Ringvorlesung Kritische Theorie 22/23
Geschichte und Gegenwart des Judenhasses
Bildungsurlaub
Zur (Eigen-)Interesselosigkeit der Proxys
Vortrag
Podiumsgespräch
– Antisemitismuskritik nach dem 7. Oktober
Podiumsdiskussion
Spaziergang auf den Spuren des zionistischen Neukölln
Führung
Buchvorstellung
Buchvorstellung
Hochschulen im deutschsprachigen Raumseit dem 7. Oktober – Zeugnisse von Betroffene
Buchvorstellung
Buchvorstellung
Anleitung zur Abgrenzung
Buchvorstellung
Philosophische Modelle transzendierender Bildung bei Fichte, Hegel, Adorno und Heydorn
Buchvorstellung
Vortrag
Homosexuellenhass in der AfD und die Irrtümer ihrer identitätspolitischen Kritiker
Vortrag
Manichäismus, Autoritarismus und Antisemitismus in roten Gruppen
Vortrag
Arabisch-palästinensische Kooperation mit dem Zionismus 1917-1948
Buchvorstellung
Arabisch-palästinensische Kooperation mit dem Zionismus 1917-1948
Buchvorstellung
Der Zionismus im (Zerr)spiegel progressiver Theoriebildung
Vortrag
(1870 – 1950)
Buchvorstellung
90 Jahre Spanischer Bürgerkrieg
Vortrag
Die Veranstaltung ist Teil der Reihe Ringvorlesung Kritische Theorie 22/23
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