"Queering Holocaust"?
Erinnerungskultur zwischen Anerkennung und Diversifizierungstrend
Vortrag
Die fortschreitende Umweltzerstörung verschafft auch Ideologien, die gesellschaftliche Zusammenhänge vernebeln, wieder mehr Resonanz. Dazu gehören Tiefenökologie und Bioregionalismus. Grundsätzlich problematisch ist ihr spiritueller Zugang zu gesellschaftlichen Widersprüchen, der Nabelschau Vorschub leistet, statt Kapitalverwertung als Ursache zu verstehen. Arne Naess, der Begründer der Tiefenökologie, schwärmte sogar vom Markt als gesellschaftlicher Steuerungsinstanz. Manche Tiefenökolog*innen deuten eine vermeintliche Überbevölkerung als Ursache aller Probleme und schmähen den Menschen als gefährliches Virus, das den Planeten befallen habe. Einige fordern einen Einwanderungsstopp. Bioregionalismus proklamiert Abschottung und Autarkie innerhalb „natürlicher“ Grenzen, statt transnationaler Solidarität und Befreiung. Die abgründigen Seiten von Tiefenökologie und Bioregionalismus sind das Thema dieses Vortrags.
Peter Bierl ist Journalist. Zuletzt sind von ihm erschienen: „Unmenschlichkeit als Programm“ (2022), „Die Legende von den Strippenziehern. Verschwörungsideologie im Zeitalter des Wassermanns2 (2021), „Die Revolution ist großartig – Was Rosa Luxemburg uns heute noch zu sagen hat“ (2020) sowie „Keine Heimat nirgendwo. Eine linke Kritik der Heimatliebe“ (2020) und „Einmaleins der Kapitalismuskritik“ (2018).
Erinnerungskultur zwischen Anerkennung und Diversifizierungstrend
Vortrag
Über die Zumutungen „unserer Wirtschaft“
Vortrag
Begriffe und Grundlagen
Vortrag
Misogynie und radikalisierte Männlichkeit
Vortrag
Sklaverei, bürgerliche Gesellschaft, Nationalsozialismus - und heute?
Bildungsurlaub
Hongkong, Israel, Ukraine und wir
Buchvorstellung
Philosophische Perspektiven auf das gute Leben
Bildungsurlaub
Geschichte und Gegenwart des Judenhasses
Bildungsurlaub
Der „progressive“ Angriff auf Israel, Judentum und Holocausterinnerung
Buchvorstellung
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