Text/Vortrag im Archiv für kritische Gesellschaftstheorie
Die folgenden Ausführungen untersuchen das mit der postkolonialen Theorie der Kolonialität verbundene Gewaltpotential: Inwieweit eignet sich diese Theorie zur Legitimation antizionistischer und antisemitischer Gewalt? Zunächst soll in Kapitel 2 das Basis-„Narrativ“ der postkolonialen Israeldämonisierung – der Vorwurf eines genozidalen Siedlerkolonialismus – beleuchtet werden. Daraus, so wird in Kapitel 3 gezeigt, leiten postkoloniale Theoretiker und Aktivisten ihre Delegitimierung Israels, ihre Dehumanisierung von Zionisten und die Affirmation von palästinensischem Terrorismus ab. Schließlich wird in Kapitel 4 der kulturrelativistische und inkonsistente Wissensbegriff prominenter dekolonialer Ansätze kritisiert, der autoritäre Potentiale beinhaltet und aus dem eine offene Flanke für Bündnisse mit islamistischen Akteuren resultiert.
Erschienen in: Hendrik Hansen / Armin Pfahl-Traughber (Hrsg.): Jahrbuch für Extremismus‐ und Terrorismusforschung 2024-2026 (II), Brühl 2026
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