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Schattenarmee

Arabisch-palästinensische Kooperation mit dem Zionismus 1917–1948

Herausgegeben:

Inspiriert von Geschichten, die er als Kind im Westjordanland hörte, deckt Hillel Cohen in diesem außergewöhnlichen Buch eine verborgene Geschichte auf, die für die Erzählung des Israel-Palästina-Konflikts von zentraler Bedeutung ist, aber bis heute größtenteils bewusst ignoriert wurde. „Schattenarmee“ erzählt von Arabern, die sich von Beginn der arabisch-israelischen Auseinandersetzungen an auf die Seite der Zionisten stellten und ihnen politisch, wirtschaftlich und in Sicherheitsfragen halfen. Basierend auf neu freigegebenen Dokumenten und Recherchen in zionistischen, arabischen und britischen Quellen folgt der Autor unter anderem Beduinen, die jüdische Nachbarn beherbergten, Waffenhändlern, pro-zionistischen Propagandisten und Informanten sowie lokalen Führern, die mit den Zionisten kooperierten, um eine alternative Geschichte der Mandatszeit aufzudecken, deren Auswirkungen bis heute reichen. 

Hillel Cohen beleuchtet die palästinensische Nationalbewegung, die diese „Kollaborateure“ als Verräter brandmarkte und verfolgte; die zionistische Bewegung, die sie benutzte; und diejenigen selbst, die eine alternative Sichtweise des palästinensischen Nationalismus vertraten. „Schattenarmee“, das in Israel mit großem Beifall und heftigen Kontroversen aufgenommen wurde, bietet eine entscheidende neue Sichtweise auf die Geschichte von unten und stellt grundlegende Fragen über die Wurzeln des Israel-Palästina-Konflikts. 

Herausgegeben von der Gesellschaft für kritische Bildung
Aus dem Englischen übersetzt von Peter Kathmann, Rania Kerk, Janina Reichmann

Mit Beiträgen von:

Pressestimmen

Ingo Elbe – 
haGalil.com. Jüdisches Leben online
"Tausende von Arabern verkauften zwischen 1917 und 1948 Land an den Jüdischen Nationalfonds, versorgten zionistische Organisationen mit Informationen, arbeiteten für jüdische Einrichtungen oder bauten persönliche Bande mit Juden auf. Manche lieferten sogar Waffen an zionistische Milizen oder vertrieben ehemalige arabische Pächter vom nun jüdischen Landbesitz. Der israelische Historiker Hillel Cohen hat diesem Phänomen eine instruktive Studie gewidmet, die bereits 2008 erschienen ist. ... Cohens Werk zeichnet nicht nur ein detailliertes Bild arabischer Kooperation mit dem Zionismus, sein Buch ist zugleich eine Geschichte der widersprüchlichen Entstehung eines arabisch-palästinensischen Nationalbewusstseins. ... Dessen Etablierungsversuchen geht er am Leitmotiv des „Verräters“ nach. Inhalt und Durchsetzungskraft nationalistischer Normen zeigten sich dem Autor zufolge anhand der Frage, wer als Verräter an der nationalen Sache und der Umma galt. Der allmählichen Verbreitung dieser Normen und ihren Konjunkturen gilt die Aufmerksamkeit Cohens ebenso, wie den nachrichtendienstlichen und politischen Strategien, mit denen der Zionismus darauf reagierte."
in: "Palästinensische Kooperation mit dem Zionismus vor 1948"
Michael Mobasheri – 
ha.Galil - Jüdisches Leben online
"Hillel Cohens Buch ist ein faszinierendes, exquisites und strukturiertes Werk, das die verborgenen Facetten der arabisch-palästinensischen Geschichte, Gesellschaft und politischen Landschaft sowie des arabisch-israelischen Konflikts illustriert und das weitgehend ignorierte Phänomen der arabischen Kollaboration mit der zionistischen Bewegung in historischem Kontext beleuchtet. Basierend auf umfangreichen Recherchen und fundierter Forschung bietet dieses fesselnde Buch neue Perspektiven auf die Bedeutung des palästinensischen Nationalismus sowie auf dessen historische Entwicklung und seinen Kollaps, der letztlich in der Nakba mündete. Es trägt erheblich zu einem viel tiefergehenden und nuancierterem Verständnis eines anhaltenden großen Konflikts in seinem historischen Kontext bei. "
in: "Arabisch-palästinensische Kooperation mit dem Zionismus, 1917–1948"

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